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Unter Grafik- oder Kommunikationsdesign versteht man die Gestaltung von visuellen Inhalten in verschiedenen Medien, die durch ihre Darstellung anderen Menschen etwas mitteilen. Dabei kommen vielfältige künstlerische und technische Mittel zum Einsatz.
Mögliche Tätigkeitsfelder sind Typografie, Illustration, Fotografie, Druckgrafik, DTP (Desktop publishing), Werbung, Branding, Corporate Identity, …
Neben den klassischen Printmedienwie Zeitschriftenund Büchersind seit etwa 1990 vermehrt elektronische Medienmit interaktiven Eigenschaften die Anwendungsgebiete des graffischen Gewerbes.
Visuelle Kommunikation ist ein Begriff, der seit dem Ende der sechziger Jahre zuerst in der Kunstpädagogik für den Bereich der bildenden Kunst, der durch die Einbeziehung der Bildwelten der Popkultur und Alltagskultur, sowie durch die Architektur und insbesondere die Urbanistik erweitert wurde, Verwendung fand. Der Begriff der Visuellen Kommunikation geht ursprünglich auf Ignatius von Loyola zurück, der damit die bildliche Innengestaltung - ins Bild gesetzte Szenen aus der Bibel - der Kirchen bezeichnete. Zur Visuellen Kommunikation im heutigen Sinne gehören auch die Bildwelten der Werbung. Heutzutage wird der Begriff Visuelle Kommunikation daher oft synonym zum Kommunikationsdesign gebraucht.
Dieser Bereich ist im ursprünglichen Sinn jedoch nur ein Teilbereich der Visuellen Kommunikation. Auch war der Begriff ursprünglich von der neomarxistischen Kulturkritik der Frankfurter Schule - Stichwort Bewusstseinsindustrie - geprägt. Die Verfechter der Visuellen Kommunikation lehnten den bürgerlichen Kunstbegriff ab, nach dem die Kunst ihre Legitimation aus sich selbst beziehe und der ihre ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen leugne. Der Warencharakter der Kunst und die Möglichkeiten der Manipulation durch die Massenmedien rückten mit dem neuen Begriff in den Vordergrund. Zwischen den Produkten der etablierten Kunst und denen der sogenannten "Kulturindustrie", d.h. der Massenmedien, wurde in der Ideologiekritik der Visuellen Kommunikation nicht qualitativ unterschieden, da beide Bereiche als repressive Instrumente der Legitimation von Herrschaft galten. Als zunächst einzig legitimes und anzustrebendes Ziel der Visuellen Kommunikation galt die Umfunktionierung der Bildmedien zur emanzipatorischen Aufklärung.
Die Studiengänge Visuelle Kommunikation an Universitäten, Kunsthochschulen oder Fachhochschulen, die in der Regel mit den akademischen Graden Diplom-Designer/in / Diplom-Designer/in (FH) oder Diplom für Visuelle Kommunikation abschließen, umfassen heute meist die Bereiche des Kommunikationsdesign und der Fotografie, teilweise aber auch die Filmkunst und Medienkunst sowie die bildende Kunst.
Zu dem oben Genannten kommt noch eine andere Betrachtungsweise hinzu. Der Begriff Visuelle Kommunikation wird in der Branche der Marketingexperten auch als Oberbegriff für alle mit dem Auge wahrgenommenen visuell kommunizierten Informationen gebraucht. Wichtigstes Beispiel wären hierfür die Plakate, speziell die Werbeplakate (neben Imagewerbungen). Entscheidend für die Gestaltung eines solchen Plakates ist die Wahrnehmung des zu Erreichenden. Hilfsinstrumente sind beispielsweise: Attentiontracking, Recognition-Verfahren oder Recall-Verfahren. Werte für die Wahrnehmung sollen über diese Verfahren messbar gemacht werden.
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